Geschäftsmodell Kenneth Langone

Mitbegründer von Home Depot und ehemaliger Vorstand der New York Stock Exchange

Ken Langone war der mittellose Sohn eines mäßig erfolgreichen Installateurs. Er begann Anfang der 60er Jahre als Vertreter von Xerox, als solcher zog er klinkenputzend durch das Land und lernte damit das Handwerk des Verkaufens von der Pike auf. Diese Lehrjahre betrachtet er als einen wichtigen Lebensschritt, sein Ziel war aber die Wall Street gewesen.

So bewarb er sich bei einer Investmentfirma, die ihm in den Krisenzeiten Mitte der 60er Jahre nur einen geringen Lohn zugestand, von dem man leben konnte. Ihm war aber die Lernchance im Investmentbanking wichtiger, seinen Lebensunterhalt bestritt er mit Nebenjobs. Seine Aufgabe im Investmentunternehmen sah er darin, Kapital von Investoren für vielversprechende junge Unternehmen aufzutreiben. Bald stieg er zum Vorsitzenden dieser Investmentfirma auf.

Dann startet er seine eigene Investment- und Risikokapitalfirma, die insbesondere für Unternehmen mit medizinischen Innovationen Geld beschaffte.

Langone war stark im Verkaufen von Unternehmensanleihen und Aktien an Investoren. Er verkaufte dabei auch seine Investment-Expertise und half Start-ups beim Börsengang auf die Sprünge. So spielte er als Investment Banker beim Börsengang der Firma EDS von Ross Perot eine wesentliche Rolle. Er machte damit Ross Perot zum Millionär. In seiner Rolle als Investmentberater ging es um Fragen wie: Sollte EDS Akquisitionen machen? Soll EDS Dividenden auszahlen? Wie soll sich die Firma den Investoren präsentieren?

Langones Investmentfirma Invemed erwarb einen Sitz für einen Floor Trader für den Parketthandel an der New York Exchange (NYSE). Mit fortschreitenden geschäftlichen Erfolg wurde Ken Langone Vorsitzender der NYSE.

Langones Freunde Bernie Marcus und Arthur Blank, die als Geschäftsführer eines bereits erfolgreichen Baumarktunternehmens arbeiteten, verloren auch durch Langones Konflikt mit dem Hauptinvestor dieses Unternehmens ihre Jobs. Langone animierte die beiden eine neue Baumarktkette zu gründen, um das Finden von Investoren kümmerte er sich: Home Depot wurde 1978 ins Leben gerufen. Größe war ein entscheidendes Merkmal. Sie wussten, Kunden kaufen lieber, wenn sie die Auswahl haben.

Ken Langone empfiehlt, selbst wenn man am Boden liegt, niemals aufzugeben und kreativ zu denken statt reaktiv zu agieren. Das würde Gewinner von Verlierern unterscheiden.

Für seinen Erfolg waren die Fähigkeiten, Risiken zu bewerten, eine gute Nase für Menschen und Geschäfte zu haben, in die er investieren will, entscheidend. Wichtig ist ihm das tiefe Verständnis von Firmen und deren Geschäften, wenn man in sie investieren will. Langone zieht Nutzen aus der Leistung der Menschen mit denen er arbeitet: „Mir sind 10 Prozent eines 1-Milliarde-Unternehmens lieber, als 100 Prozent eines 100-Millionen-Unternehmens.“ Der Betrag ist derselbe, aber Langone konnte sicher sein, dass auch die anderen Teilhaber ihr Bestes gaben.